«Gleichgültigkeit verletzt. Wir ergreifen für junge Leute Partei»

Katrin Röttger, Geschäftsführerin Ev. Stiftung Bodelschwingh
Wir ergreifen für junge Menschen Partei

Die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehörte von Anfang an zum Aufgabenbereich der Evangelischen Stiftung Bodelschwingh. Auch wenn man es Winterhude heute nicht mehr ansieht, so gehörte der Stadtteil lange Zeit doch zu den sozialen Brennpunkten Hamburgs. Es gab soziale Probleme und viele benachteiligte junge Menschen, die unserer Unterstützung bedurften. Viele Personen dieser Zielgruppe sind inzwischen aus Winterhude in Folge des sozialen Wandels und hoher Mieten vertrieben. Heute richtet sich unser Angebot an junge Menschen in ganz Hamburg-Nord.


Wir schaffen das gemeinsam.
Hilfe für Jugendliche und junge Erwachsene

Unser Angebot richtet sich an junge Menschen bis 27 Jahre in Hamburg. Wir helfen ihnen auf dem Weg zum Erwachsenwerden, schwierige Lebenssituation zu überwinden und festen Boden unter die Füße zu bekommen.

Jugendsozialarbeit HUDE
Boden unter die Füße - Dach über dem Kopf

„Hude“ heißt in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes "Schutzplatz". Der kleine Hafen von Winterhude diente in der kalten Jahreszeit als "Hude", als Schutzplatz für die Alsterkähne. Die drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten und betreuen obdachlose junge Menschen zwischen 16 und 27. Sie helfen ihnen Zugänge zu gesellschaftlichen Grundstandards wie Wohnraum und existenzieller Absicherung zu bekommen, die die Grundlage zur Entwicklung längerfristiger Perspektiven bilden.

Adresse:
Gottschedstraße 6
22301 Hamburg

Kontakt:
Telefon 040 / 27 96 47 4
Telefax 040 / 27 97 14 1
info@hude-hamburg.de

Konkrete Hilfe in einer schwierigen Lage

Die jungen Menschen, um die wir uns bei HUDE kümmern, sind strukturell sowie aktuell sozial benachteiligt. Lebenslange Armuts- und Gewalt- sowie Missbrauchserfahrungen, Leben im Prostitutions- und Drogenmilieu, Suchterfahrungen, Kriminalisierung, mangelnde schulische Qualifikation oder Berufsausbildung, Arbeitslosigkeit, ständige Bedrohung durch Arrest oder Haft prägen ihre Lebenslage. Hinzu kommen ausländische junge Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus und junge alleinerziehende Frauen.

Website HUDE

Erste Schritte zurück ins Leben

Wir bieten jungen Menschen bei HUDE eine breite Palette existenzsichernder Hilfen an. Das sind zum Beispiel Essen und Trinken, die Benutzung einer Waschmaschine, einer Dusche und einer kleinen Werkstatt. Außerdem stehen wir während der Öffnungszeiten für eine erste Beratung zur Verfügung. In einer Gästewohnung können bis zu drei Personen übergangsweise untergebracht werden. Außerdem unterstützt HUDE die jungen Menschen bei der Suche von eigenem Wohnraum. Als Teil unsere ganzheitlichen Beratungs- und Betreuungsangebots stehen wir jungen Menschen darüber hinaus in allen weiteren Lebensbereichen (z.B. Probleme mit Sozialamt, Justiz, Polizei, Vermietern, Schule, Ausbildung, Drogen usw.) zur Seite .

Jugendberatungszentrum (JBZ)
Das Logo des Jugendberatungszentrums
Duschen, waschen, Probleme lösen

Die Lebensbedingungen und das soziale Umfeld der meisten Jugendlichen, die unsere Beratung aufsuchen, sind durch eine komplexe Konstellation von Problemen gekennzeichnet: Armut, Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, Drogen, psychische Erkrankungen. Viele von ihnen haben negative Erfahrungen mit behördlichen Institutionen gemacht. Durch einen niederschwelligen Zugang versucht das JBZ auch Jugendlichen, die bisher nicht erreicht wurden, die nötige Unterstützung zu geben. Wir versuchen gemeinsam, ihre schwierige Lage zu verbessern und mit ihnen eine Lebensperspektive zu entwickeln.

Adresse:
Barmbeker Straße 71
22303 Hamburg
Tel. 040 / 279 44 59
Fax 040 / 279 44 60
jbz@bodelschwingh.com

Ansprechpartner:
Silke Ebeling
Wolf-Peter Fritzsche
Christina Zahn

Beratung und Begleitung
nach Vereinbarung
telefonische Erreichbarkeit Montag bis Freitag 10:00 - 16:00

Konkrete Hilfsangebote im JBZ

Gemäß dem Prinzip der Freiwilligkeit schafft unser Café mit Billiard, Musik, Spielen und Zeitungen Kontakt ohne Hürden. Neben unserem Beratungsangebot finden junge Menschen hier Angebote, die für die bloße Existenzsicherung wichtig sind. Sie können Duschen, Wäsche waschen, bekommen zu essen und zu trinken und können bei Obdachlosigkeit persönliche Dinge bei uns unterstellen. Wir begleiten sie auf Wunsch zum Beispiel bei Behördengängen oder bei Gesprächen mit der Schule oder dem Arbeitgeber. Das JBZ arbeitet mit Rechtsanwälten und Ärzten zusammen, um Jugendlichen zum Bespiel beim Umgang mit der Justiz oder bei Drogenproblemen helfen zu können. Wir kooperieren mit dem Magnus-Hirschfeld-Zentrum, das Beratung und Unterstützung bei allen Fragen und Problemen bietet, die mit der sexuellen Identität und Orientierung zusammenhängen.

Öffnungszeiten

Home Support – Unterstützung für Dein Zuhause
Auf den eigenen Beinen stehen

Junge Menschen, die in einer Wohngruppe, einer Pflegefamilie oder einer anderen Einrichtung der Jugendhilfe gelebt haben, brauchen beim Übergang in eine eigene Wohnung besondere Unterstützung. Das fängt in Hamburg schon damit an, überhaupt eine bezahlbare kleine Wohnung zu bekommen. Home Support hilft, dass der Start ins eigenständige Leben gelingt. Als Modellprojekt wurde Home Support in den ersten Jahren von der Hansestadt Hamburg und der Europäischen Union gefördert. Heute wird es von der Hansestadt Hamburg allein finanziert.

Adresse:
Repsoldstraße 4
20097 Hamburg
Tel. 040 / 22 659 44 00
Fax 040 / 279 44 60
info@homesupport-hamburg.de

Öffnungszeiten:
Montag: 13 bis 17 Uhr
Dienstag: 13 bis 17 Uhr
Donnerstag: 13 bis 17 Uhr
Freitag: 10 bis 14 Uhr

Home Support Logo

Logo der Hamburger Behörde für Soziales, Familie und Integration

« Wir helfen dir Probleme zu lösen! Oder gar nicht erst entstehen zu lassen. »

Engagierte Hilfestellung

Für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, ist ein großer Schritt. Die Organisation des Alltags, der Umgang mit Geld und Behörden, die eigene Gesundheit, Zurechtkommen mit dem Alleinsein oder einer Partnerschaft, das sind Dinge, die man auf die Reihe bekommen muss, wenn man ins eigenständige Leben startet. Wer vorher in einer Wohngruppe, Pflegefamilie oder einer anderen Einrichtung gelebt hat, für den sind die Herausforderungen noch ein Stück größer, denn zumeist fehlt es an einer Bezugsperson, die man einfach mal schnell fragen kann und die im Falle eines Falles hilft. Das Team von Home Support gibt vertraulich und engagiert Hilfestellung.
Website Home-Support